15. September: Nashville

Heute war der Urlaub-im-Urlaub schon wieder vorbei. Erstaunlich, wie schnell fünf Tage vorbei sind! Also hieß es: Koffer packen, Auto beladen und unser Luxushaus wieder verlassen.

Die Tagesetappe sollte eigentlich eine recht entspannt werden mit einer überschaubaren Entfernung – und trotzdem erreichten wir unser heutiges Domizil erst beim Einsetzen der Abenddämmerung.

Aber der Reihe nach:

Den ersten Stopp erreichten wir nach bereits 45 Minuten: ein kleiner, feiner Sammlerladen für Retrofiguren und -spielzeuge, der direkt auf dem Weg lag und den ich einfach mitnehmen musste. Und tatsächlich hatte der Laden ein paar echt schöne Stücke und dann auch noch zu sehr geldbeutelschonenden Preisen – da musste ich doch einfach mal zuschlagen und unseren Souvenirkoffer etwas befüllen.

Unser nächstes Ziel war wieder eine dieser „Stonehenge-Varianten“… wir sammeln sie ja quasi in jeder Form, wo auch immer wir auf sie stoßen: und bei der Planung fand ich dann „Kentucky Stonehenge“

Dieses ist eigentlich ein privat angelegter Garten, bei dem die Eigentümer aber ausdrücklich das Ansehen und Befahren des eigenen Grundstücks erlauben und sogar extra eine Park- und Wendeschleife auf ihrem Grundstück ausgebaut haben.

Kentucky Stonehenge ist echt schön, natürlich nicht sonderlich authentisch, aber trotzdem wirklich schön angelegt und mit viel Liebe gepflegt. Und für uns als „Henge-Jäger“ zählt es natürlich allemal! 🙂

Auf dem weiteren Weg machten wir dann noch kurz Halt an einem kleinen Eisenbahnmuseum, die einen dekorativen Zug neben dem Bahnhofsgebäude stehen hatten und in dem kleinen Örtchen Horse Cave. Von diesem Ort hatten wir zuvor zwar noch nie etwas gehört, aber der Wegweiser sah einladend aus und deshalb bogen wir einfach kurzerhand nach rechts ab. Wir waren dann vor Ort noch in einer bezaubernden Antiques Mall, in der wir nicht nur mit den Besitzern nett ins Gespräch kamen – wir lernten auch den heimlichen Geschäftsführer kennen. Und kraulten ihm den Rücken!

Zu guter Letzt ging es dann noch an einen Ort, der vermutlich wie kein anderer für Abriegelung, militärische Sicherheit und Gold steht:

FORT KNOX

Das dort so freundlich ausgeschilderte Welcome Center hatte aber nichts mit den von uns so geschätzten zu tun – es war einfach der militärische Empfangsposten, bei dem man vorsprechen muss, wenn man ein berechtigtes Anliegen hat, um rein zu kommen. Hatten wir aber nicht, also sind wir einfach still und heimlich direkt wieder rausmarschiert- unter dem verwunderten Blick des Soldaten. Der dachte sich bestimmt auch nur „diese blöden Touristen“ 🙂

Irgendwie ist der Tag wie im Flug vergangen und plötzlich war es dann schon Abend – ok, die Stunde Zeitverlust beim Überspringen der Zeitzone hatten wir jetzt wirklich nicht auf dem Schirm, aber auch der restliche Tag ging rum wie nix.

Die heutige Nacht verbringen wir im The Old Talbott Tavern – ausnahmweise mal einem WIRKLICH alten Haus mit Geschichte: es wurde im Jahr 1779 erbaut und ist seither sowohl Taverne, als auch Hotel. Hier suchte nicht nur Jesse James Unterschlupf, hier gastierten unter anderem auch Andrew Jackson, Daniel Boone, Washington Irving (der Autor der Sleepy Hollow Kurzgeschichte) und der spätere Präsident Abraham Lincoln.

Tatsächlich residieren wir gerade in der Abraham Lincoln Suite, die dieser nachweislich seinerzeit bewohnt hat. Wir erleben hier gerade Geschichte pur 🙂

Fotos folgen morgen bei Tageslicht 🙂

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