27. August: Minneapolis

Heute lag die erste Reiseetappe unseres Roadtrips vor uns und das Ziel lautete Fargo, North Dakota. Dies bedeutete jedoch auch, dass wir unserem liebgewonnenen Domizil in Minneapolis „Goodbye“ sagen mussten.

Doch vor der Abreise stand noch eine organisatorische Notwendigkeit auf der Agenda:

Leider hatte sich bei der genaueren Inaugenscheinnahme unseres Mietwagens am ersten Morgen gezeigt, dass dieser vor der Übergabe – höflich ausgedrückt – schlecht gereinigt worden war.

Der Realität eher entsprechend ist, dass die Karre von Innen schlicht aussah wie Sau:
Sitze, Teppiche und Staufächer waren voller Hundehaare und auch sonst war der Wagen mit über 160tkm auf der Uhr einfach nur versifft und runtergerockt.

Das konnte und wollte ich nicht einfach so hinnehmen und deshalb hatte ich mich bereits am ersten Tag an den Mietwagen-Support gewandt.
To make a long story short: Der Supervisor (also Filialleiter) übernahm höchstpersönlich die Kommunikation und bestätigte, dass dieses Fahrzeug so nicht zumutbar war und niemals hätte herausgegeben werden dürfen.
Wir bekamen nicht nur ein besseres Ersatzfahrzeug direkt zum AirBNB geliefert (die Langversion unseres Modells, also den Grand Wagoneer mit Premium-Ausstattung), sondern für die entstandenen Umstände und den Ekelfaktor erhielten wir zusätzlich knapp über 500 Euro Preisnachlass auf den gezahlten Mietpreis.
Da muss man ehrlich anerkennen, dass bei Alamo der Kundensupport wirklich noch ein Support am Kunden ist!

Ab jetzt in River Rock Blue und mit noch mehr Platz unterwegs

Um exakt 10:05 Uhr starteten wir dann los ins 380km entfernte Fargo – natürlich mit eingestelltem Countrysender und eisgekühlter Dr Pepper in der Proviantbox.
Unser neuer Grand Wagoneer ist auch ein wesentlich moderneres Modell und bietet mit einer erweitereten Autocruise-Funktion geradezu perfekte Roadtrip-Qualitäten: Tatsächlich ist der „Selbstfahr-Modus“ um Längen besser als in unserem Tesla und man kann ihn völlig entspannt im Verkehr mitgleiten lassen. Man sitzt quasi nur noch hinterm Steuer und überwacht das ganze. Seeeehr angenehm!

Ungefähr auf der Häfte der Reise legten wir dann bei strahlendem Sonnenschein eine Picknickpause auf einem kleinen Rastplatz ein, den ich bereits bei der Reiseplanung genau für diesen Zweck markiert hatte.

Etwa 30 Minuten später ging es dann weiter und wir erreichten gegen 15:50 Uhr unser Hotel.


Für Fargo selbst hatten wir ehrlich gesagt überhaupt keine Pläne, liegt der einzige Zweck für unseren Aufenthalt doch lediglich darin, North Dakota auf der Liste der besuchten Bundesstaaten zu verbuchen- und da die mit knapp 140.000 Einwohnern größte Stadt des Staates (also kleiner als Leverkusen!) direkt hinter der Staatsgrenze zu Minnesota liegt, fiel die Wahl kurzerhand auf Fargo.


Unmittelbar nach der Ankunft suchten wir das – zufällig neben unserem Hotel befindliche – Welcome Center auf, versorgten uns mit ein paar Flyern und fuhren anschließend in Richtung Downtown Fargo, um ein Ründchen spazieren zu gehen und einige der im Stadtkern verteilten Wandgemälde (street art) zu entdecken. Genau die richtige Dosis „Fargo“, um einen kleinen Eindruck von der Stadt zu bekommen- und der war tatsächlich recht positiv.

Anschließend ging es zurück ins Hotel und wir ließen den Abend entspannt ausklingen. Morgen früh geht es wieder zurück nach Minneapolis. Da findet nämlich ab morgen die Minnesota State Fair statt, für die wir extra unsere ersten Routenverlauf überarbeitet und einen zweiten Besuch von Minneapolis eingebaut haben.

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