Die fünfte und somit letzte Woche hat begonnen, der Blick aus dem Fenster am Morgen stimmte optimistisch: heute könnte Boston doch noch was werden!
Und deshalb ging es direkt nach dem Frühstück wieder in Richtung Boston Common. Auf dem Weg zum Parkhaus kamen wir zufällig an der Buchhandlung vorbei, die Nadine schon am Vortag überflogen hatte. Da das Parkhaus quasi um die Ecke war, sprang sie schon mal raus, um noch eine zweite Runde einzulegen und ich entledigte mich in der Zwischenzeit des Automobils.
Im Anschluss ging es wieder in den Park, aber dieses Mal erkundeten wir ihn auf eigene Faust. Und da das Parkgelände und seine Umgebung Schauplatz diverser Filme war, hatte ich natürlich wieder ein, zwei Fotos im Gepäck für meine Drehorte-Sammlung.
Tatsächlich war der Park äußerst idyllisch- insbesondere der westliche Teil, der Public Garden:
Ein schöner See, ordentlich arrangierte Blumen und saubere Spazierwege- alles garniert mit vielen niedlichen Enten (inkl. Nachwuchs) und frechen Eichhörnchen. Das alles umgeben von Bostonhäusern im altenglischen Stil und einer der bekanntesten Fernsehkneipen der USA.
Nachdem wir ausgiebig durch den Park flaniert und Freundschaft mit felligen und gefiederten Bewohnern geschlossen hatten, gingen wir zur Ecke Beacon Street / Brimmer Street. Hier befindet sich die Außenkulisse des „Cheers“.
„Cheers“ war eine Sitcom, die von 1982-1993 produziert wurde und die von den Geschehnisse in der Kneipe des ehemaligen Baseball-Stars Sam Malone (Ted Danson) erzählt. In den USA war die Serie ein Riesenerfolg, in Deutschland wurde sie von RTL quasi nur als Beiwerk zu „Eine schrecklich nette Familie“ im Nachtprogramm ausgestrahlt.
Hier konnte ich nicht nur meine begehrten Fotos und Videos machen, zu meiner Überraschung befindet sich seit kurzem auch die Filmkulisse im Obergeschoss und kann kostenfrei besucht werden.
Und als ich dann noch im Cheers-Fanstore ein paar Souvenirs shoppen konnte, war ich vollständig happy.
Anschließend machten wir uns daran, das ursprüngliche Boston zu finden- also diese typischen kleinen Gassen aus den Anfangsjahren und wir fanden sie am Northend am Hafen. Hier kehrten wir zunächst bei Ernesto ein und genehmigten uns jeder zwei große Pizzaslices, um uns dann nur wenige Spazierminuten später zum Nachtisch eine Hazelnut Canolli zu teilen. Diese italienischen Gebäckstücke, etwa von der Größe einer Redbull-Dose, sind hier ziemlich bekannt und sehen aus wie große Blätterteigröllchen, die dann mit verschiedensten Cremes (in unserem Fall Haselnuss) komplett gefüllt sind. Dummerweise waren wir viel zu gierig und haben erst nach der Vernichtung gemerkt, dass wir dieses kleine Kunstwerk gar nicht fotografiert hatten. Aber ich habe ein Bild von der Internetseite der Bäckerei rausgesucht, damit ihr euch vorstellen könnt, wie gut sie schmecken…
Doppelt gestärkt ging es dann noch ein wenig durch die Stadt, bevor wir dann noch mit dem Auto zur Harvard University gefahren sind. Leider war es uns aber nicht möglich, das Universitätsgelände zu begutachten, da alles aufgrund eines Ehemaligentreffens komplett abgesperrt war. Schade!
Morgen verlassen wir Boston in Richtung New Haven und werden eine weitere, kulinarische Spezialität erleben: Amerikas ursprünglichsten Hamburger! Freude! 🙂








