Heute klopfte es um Punkt Neun an unserer Tür und Glenn und Molly brachten uns das wunderbar angerichtete Frühstück in die Wohnung. Leider waren es heute früh nur 13 Grad und Regen, da war das Frühstücken auf der Veranda nicht sehr reizvoll 🙂
Aber dann war es auch schon 11 Uhr und es half alles nichts: wir mussten aufbrechen! Nachdem wir alle unsere Sachen im Auto verstaut hatten, verabschiedeten wir uns von unseren unglaublichen Gastgebern und machten uns auf den Weg in Richtung Dayton. Da Columbus auf der Route lag, war eigentlich geplant, mal kurz dort Halt zu machen, um sich dort ein wenig umzusehen.
Aber natürlich kam es wieder anders als geplant- warum machen wir eigentlich überhaupt noch Pläne?! 🙂
Nach knapp 40 Meilen sahen wir plötzlich einen Wegweiser „Pleasant Hill Dam“ – und da wir ja gelernt haben, dass Dämme immer für eine Überraschung gut sind (ich sage nur „Weißkopfseeadler“), wurde die Route wieder umgeplant und wir parkten wenig später unser Automobil.
Auch hier hatte es Vögel…. Aber keine Seeadler, sondern unglaublich viele Geier (Truthahngeier, um genau zu sein). Es dürften grob geschätzt 50-70 gewesen sein- teils am Fuße des Damms, teils am anderen Ufer, aber auch ständig etwa zehn über uns kreisend…
Und was macht man am besten, wenn Geier über einem kreisen?
–richtig! Man geht spazieren! Taten wir auch- direkt am Damm waren nämlich diverse Hikingtrails ausgeschildert – dummerweise auch mit dem freundlichen Hinweis, dass es in der Region 18 verschiedene Schlangenarten gibt!
Aber mal ehrlich: Schlangen, Geier, unerfahrene Stadtkinder aus Deutschland mit rudimentären Kenntnissen der sauerländischen Flora und Fauna- was soll schon passieren?
Und dennoch: Nach gut anderthalb Stunden, 100 Höhenmetern und 10.000 Schritten ging die Fahrt dann weiter. Doch nach einiger Zeit setzte ein Hungergefühl ein und recht schnell einigten wir uns darauf, heute mal in Steakhaus zu gehen- das hatte ja in Green Bay schon so herausragend gut geklappt. Und was soll ich sagen: Hat auch nahe Columbus sehr gut geklappt!
Für mich gab es dezente 450 Gramm Sirloin Steak, und Nadine hatte Roadkill – ja, es hieß wirklich so, sah auch ein Biss-chen (Ha, Wortspiel) so aus!
Und inspiriert von der Ballade der Truthahngeier stimmten wir nun das „Köstliche Maaaahl“-Lied an- und das ganze Steakhaus schunkelte und sang mit!
Aus der Columbus-Besichtigungsrunde wurde dann aber nichts, denn irgendwie waren Nadine und ich plötzlich auf dem Shoppingtrip und suchten erst „Ross Dress for Less“ und dann die „Hobby Lobby“ auf – und zack, war der Tag rum! Gegen 22 Uhr waren wir dann in unserer Suite für die Nacht.
Morgen geht das Shoppingabenteuer dann weiter – auf der letzten Etappe haben wir in der Vorbeifahrt Amerikas vermutlich größten Antique-Store gefunden….. da MÜSSEN wir einfach hin!









