24. Mai: South Bend

Der heutige Tag fing erstmal mit einem herausragend guten amerikanischen Frühstück an: Rührei, Hash Browns (eine Mischung zwischen Bratkartoffeln und Kartoffelpuffer), Würstchen und ein Homemade Breakfast Burrito, dazu frische Waffeln und Orangensaft. Tatsächlich herausragend, was unser Hotel für ein Complimentary Breakfast (also ein Inklusivfrühstück ohne Aufpreis) präsentierte!

Dieses Hotel war wirklich eine ziemlich positive Überraschung: mit deutlichem Abstand das günstigste des ganzen Urlaubs, aber dennoch tolle Zimmer, sehr gepflegt, bemühtes und freundliches Personal und eine schöne Anlage mit verschiedenen Einzelgebäuden, Veranden und sogar Fitnessraum. Dazu dann noch das o.g. Frühstück – unschlagbar!

Die Fahrt heute nach Detroit war mit knapp 300 km wieder eine etwas längere Etappe, denn da wir ja Highways und Interstates vermeiden und fast ausschließlich Landstraße fahren, muss man deutlich mehr Zeit einplanen. Aber wir wollen ja auch was von Land und Leuten sehen und nicht nur „Autobahnkilometer“ abspulen.

Und tatsächlich war die Fahrt heute wieder äußerst kurzweilig und von vielen schönen Eindrücken geprägt: Zunächst waren wir heute zum ersten Mal in einem „Super Target“.

Target ist eine Kaufhauskette, in etwa vergleichbar mit Kaufhof und Fokus auf Bekleidung. Einen Super Target kannten wir bisher noch nicht, ich habe ihn aber heute bei der täglichen Routenrecherche über Google Maps entdeckt und es stand außer Frage, dass wir da hin müssen! 🙂

Als Jäger und Sammler freute es mich natürlich tierisch, dass ich dort einige schöne Schnäppchen für meine Retrovitrine machen konnte (auch wenn ich jetzt überhaupt nicht weiß, wie ich das alles jemals in meinen Koffer kriegen soll). Zusätzlich kauften wir noch einige Leckereien für das später anstehende Mittagessen ein.

Die Fahrtstrecke war tatsächlich äußerst einfach: nach ein paar Kilometern links und rechts, zeigte das Navi plötzlich an „192 km geradeaus“ – und genau so war es: eine 192 km lange Landstraße immer nur geradeaus. Doch die Fahrt gestaltete sich äußerst abwechslungsreich: neben diversen typischen Kleinstädten wie z.B. Cold Water oder Sturgis durchquerten wir auch ein verschlafenes Nest namens „Moscow“, hielten diverse Male aufgrund der interessanten Landschaft für ein paar Fotos an und besuchten verschiedene kleine Geschäfte, die wir zufällig fanden und meist irgendwie voll mit Büchern waren.

Zwischendurch machten wir dann bei strahlendem Sonnenschein an einem kleinen Bachlauf ein Picknick mit frischem Baguette, Wassermelone und eisgekühlter Dr. Pepper.

Nach gefühlt ein paar Minuten waren die 192 km schon rum und keine halbe Stunde später waren wir schon in Detroit und checkten im Detroit Motorcity Casino ein. Nachdem wir unser Gepäck im Zimmer verstaut hatten, ging es dann auch erstmal ins Casino und wir verspielten unsere komplette Reisekasse. Morgen werden wir uns wohl unsere Rückflugticket erbetteln müssen…….

Neeeein – natürlich nicht! Ja, wir haben gespielt, aber lediglich zehn Dollar in die Geldvernichter gesteckt. Wir sind ja nicht blöd! Ehrlich gesagt, können weder Nadine, noch ich begreifen, wie man sich tatsächlich stunden- oder sogar tagelang an diese Maschinen setzen und Hunderte Dollar auf den Kopf hauen kann. Ungelogen: da sitzen alte Mütterchen, die wie von Sinnen auf die kleinen Leuchtknöpfe drücken und im Display steht dann bei „Eingezahlter Betrag“ über 400 Dollar- und zwei Stunden später sind die 400 Dollar dann auf Null.

Nope, nicht unsere Welt!

Morgen werden wir uns dann mal Detroit ansehen- was genau wir machen, entscheiden wir wie immer nach dem Frühstück!

Hatte ich erwähnt, dass wir eine Suite im 10. Stock haben mit Blick auf die Skyline von Detroit? 🙂

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