7:00 Uhr, der Wecker klingelt – aber eigentlich ist es völlig unnötig, denn zum allerersten Mal in der Geschichte unserer Roadtrips, waren Nadine und ich komplett ausgeschlafen bereits zehn Minuten vor dem Wecker wach!
Um 8:30 Uhr geht die Bahn, naja – zumindest wollen wir diese Bahn nehmen. Gebucht hatte uns die Lufthansa eigentlich erst für 10:00 Uhr ab Köln Richtung Frankfurt, aber das war uns irgendwie bis zum Boarding etwas zu knapp.
Das neue Konzept der Lufthansa ist allerdings ziemlich toll: die Bahntickets ab Köln sind nicht nur inklusive, nein: man ist automatisch Teil des ExpressRail und bringt seine Koffer nicht im Flughafen zu den üblichen Check-In-Schaltern, sondern kann diese auf einem Express-Baggage-Drop vollkommen automatisiert abgeben: an einem Terminal einfach die bereits vorhandene Handy-Bordkarte scannen, Kofferaufkleber anbringen und Koffer aufs Band stellen- fertig. Das ging tatsächlich so erstaunlich schnell und einfach, dass unsere Koffer keine drei Minuten nach Ankunft am Bahnsteig auch schon nicht mehr bei uns waren. Wirklich beeindruckend!
Genauso beeindruckend ging es dann auch weiter bei der Sicherheitskontrolle: Warteschlange? Nicht wirklich- es waren vielleicht zehn Personen vor uns. Also war auch dieser Punkt keine fünf Minuten später erledigt.
Dann marschierten wir zu unserem Gate, um dann kurz vorher in der Lufthansa Business Lounge einzukehren, die wir dank unserer American Express Platinum Card kostenfrei nutzen dürfen. Wir machten es uns also in den gemütlichen Ledersesseln bequem, gönnten uns ein paar leckere Snacks, einige Softdrinks und etwas später noch ein leichtes Mittagessen.
Völlig entspannt gingen wir dann 15 Minuten vor Boarding zu unserem Gate, an dem bereits die ersten Gäste den Flieger betraten. Und keine fünf Minuten später saßen auch wir bereits auf unseren Plätzen.
Es war tatsächlich fast schon beängstigend, wie perfekt jedes Zahnrädchen der bisherigen Reise in das nächste griff und es einfach nur lief. Es hatte fast den Anschein, als wollten uns die Reisegötter für die unfassbaren Strapazen der Green Bay – Rückreise noch irgendwie entschädigen.
Der Flug selbst war ebenfalls äußerst entspannend und verging wie im….. naja….. Flug! Hier hat auch die Lufthansa weiter Pluspunkte sammeln können: nettes und aufmerksames Bordpersonal, gutes Essen und als Bonus noch ein nur mäßig ausgelastetes Flugzeug.
In Philadelphia gelandet lief es dann direkt weiter wie am Schnürchen: die normalerweise recht zeitraubende Zollkontrolle (elend lange Warteschlangen, viel zu wenige Zollbeamte) verlief unerwartet zügig: da der Flieger nicht so voll war und mehr als genug Zollschalter geöffnet waren ,war eine Warteschlange quasi nicht vorhanden –wir konnten direkt durch zu einem Zollbeamten, der uns innerhalb von 2min den wichtigen Stempel in den Reisepass drückte.
Sollte es uns tatsächlich noch möglich sein, heute noch unseren Mietwagen zu bekommen? (Leider hatte ich etwas „knapp“ kalkuliert: zwischen Landung und Geschäftsschluss der Avis-Filiale lagen gerade mal 50 Minuten- und die Filiale war 20 Minuten vom Flughafen entfernt. Unter normalen Maßstäben ein unmögliches Unterfangen und wir hatten für den Fall der Fälle, dass Avis am nächsten Tag Ärger macht, bereits einen zweiten Mietwagen in der Hinterhand- aber gerade sah es irgendwie ganz gut aus.
Und als dann auch noch die Koffer relativ zügig auf dem Band lagen, rannten wir quasi zum Taxistand, fragten den Fahrer, ob er es in 20 Minuten zum Hauptbahnhof schafft und er sagte „Sollten wir hinkriegen!“ Und tatsächlich: exakt EINE MINUTE vor 17 Uhr standen wir in der Filiale und bekamen unseren Mietwagen.

Unglaublich! Nadine und ich waren uns einig: so schnell und so entspannt sind wir noch nie in die USA gereist- gerade noch in Köln, kurz darauf schon in Philadelphia- läuft bei uns!
Jetzt sind wir in unserer Ferienwohnung, haben gerade unsere ersten Walmart-Basics verspeist und genießen noch ein paar Minuten den ersten Abend…..

