Mann, haben wir gut geschlafen – soooo ein schönes Hotel! Und das Frühstück war auch sehr gemütlich. Wir haben dann noch einen netten Plausch mit dem Hotelbesitzer geführt. Interessanter Mensch, gut in die 80 Jahre alt und ehemaliger Kongressabgeordneter- auf seinem Schreibtisch lagen Geburtstagsgrüße zum 70. Von Michele und Barack Obama und Einladungen zu Festbanketten im Weißen Haus.
Anschließend haben wir unsere Sachen ins Auto gepackt und sind wie geplant etwas durch den Ort gelaufen, um bei den vielen privaten Flohmarktständen (hier nennt man die Yard Sales, weil es halt im jeweiligen Garten ist) vorbeizuschauen.
Der erste Schock dann aber nach ein paar Metern: Nadine sagt „Oooh“, dann sah ich eine Katze am Straßenrand vor einem Autoreifen und interpretierte das „Oooh“ als typisches Roadkill-Oooh und dachte mir „Oh nein, die arme Katze!“ – dann gucke die Katze mich an, stand auf und maunzte mich an, was mir denn bitte einfällt, sie bei ihrem Sonntagsschläfchen in der Sonne zu stören!
Echt jetzt? Am Straßenrand? Vor einem Autoreifen? Als lange, regungslose WURST?
– Wir haben uns dann aber doch recht schnell angefreundet und sie ließ sich bereitwillig kraulen.
Ein paar Stände weiter fand Nadine dann ein kleines Souvenir für ganze 25 Cent- und der nette Verkäufer, in dessen Garten wir gerade standen, sagte dann noch „Hier, nehmt noch einen Stein- jeder, der was kauft, darf einen Stein nehmen“ – gemeint war damit ein Ziegelstein, der ziemlich toll von Hand als Schneemann bemalt war. Und wir hätten ihn auch unfassbar gerne mitgenommen, aber ein Ziegelstein bleibt nunmal ein Ziegelstein und ist nicht gerade gepäckfreundlich. Aber darüber kamen wir dann mit dem Mann ins Gespräch und als wir sagten, dass wir auf Rundreise sind, fragte er nur ungläubig „Und was bitte führt euch nach Belvidere?!“ Komisch, in Green Bay haben wir das auch das ein oder andere Mal gehört 🙂
Unsere Fahrt führte uns dann an den Bayshore Waterfront Park – ein Sandstrand, von dem aus man über das Wasser auf die Skyline von New York blicken kann- das war echt mal ein interessantes Panorama.
Anschließend spazierten wir noch ein Stündchen durch den Campus der Princeton University, womit wir das Elitetrio innerhalb von drei Tagen komplett machten.
Die heutige und somit letzte Wohnung des Urlaubs stellte sich leider wieder als AirBNB-Niete raus, denn sie hat ein großes Manko: sie hat kein Schlafzimmer, sondern nur eine Klappcouch im Wohnzimmer. Was lernen wir daraus? Inserate immer ganz genau lesen und vor allem: die Bilder ganz genau betrachten! Was nicht zu sehen ist, gibt es auch nicht!
Naja, morgen machen wir noch ein, zwei Dinge in Philadelphia und dann sind die fünf Wochen tatsächlich auch schon rum.
Hoffentlich steht Köln noch!










