28. Mai: Toronto (CA)

Heute war wieder ein spannender Tag, ging es doch endlich zu den weltberühmten Niagarafällen.

Die Fahrt von Toronto bis Niagara Falls dauerte ungefähr zwei Stunden – Dank glücklicherweise „nur“ zähfließendem Verkehr. Vor Ort angekommen war es dann noch eine ziemliche Herausforderung, unser Auto möglichst kostengünstig für die Nacht los zu werden- die Parkgebühren hier variieren von 15 kanadischen Dollar bis zu atemraubenden 80 Dollar. Da heute Samstag ist und zusätzlich auch noch Memorial Day – Wochenende, waren wir mit 40 Dollar dabei. Fast ein Schnapper! 🙂

Dann betraten wir unser Zimmer im Embassy Suites by Hilton, das wir bereits vor Monaten reserviert hatten. Dazu muss ich sagen, dass dieses Zimmer mit ABSTAND das teuerste unserer Reise ist und wir lange überlegt haben, welches Zimmer genau wir buchen sollen. Und dann betraten wir das Zimmer und dachten uns direkt so „Äh…. DAS hier kostet 400 Euro pro Nacht???“ – entgegen der Fotos bei der Reservierung kein ungehinderter Blick auf die Wasserfälle, der Schnitt des Zimmers ganz und gar nicht Suite-like…. Also ging es wie die Tage zuvor direkt wieder zum Frontdesk, um unseren Unmut mitzuteilen.

Nach langer Diskussion wurde das Zimmer dann entsprechend unserer Wünsche geändert- ziemlich nervig, dass sich das hier offenbar als gängige Praxis einbürgert.

Sei es drum – ab diesem Zeitpunkt ging er nur noch steil bergauf!

Zunächst marschierten wir zu „Hornblower Niagara Cruises“, den weltbekannten Bootsrundfahrten, auf denen man diese tollen Plastikponchos anzieht und die bis kurz vor die Wasserfälle fahren. Was soll ich sagen- wir sind trotz Ponchos KLITSCHNASS geworden, aber es war einfach nur geil!

Teilweise hat man sich in einer Wolke aus Gischt befunden und nichts mehr gesehen…..naja…. nischt außer Gischt halt!

Dazu der Wind und das Tosen des Wasserfalls- echt großartig!

Zurück an Land haben wir dann erstmal unsere Sachen ausgewrungen und uns anschließend zu Fuß auf den Weg in Richtung Horseshoe Falls gemacht (das ist der Wasserfall auf der Kanadischen Seite und definitiv auf die schönere).

 Und wir waren doppelt überrascht: zum einen, wie nah man tatsächlich an der oberen Wasserkante ist und zum anderen, wie leise es dort ist. Tatsächlich kann man dort oben, also direkt an der Kante des Wasserfalls jedes kleine Plätschern der Wellen hören- wie bei einem Bachlauf.

Hinzu kommt, dass das fallende Wasser aus verschiedenen Richtungen einen fast etwas schwindelig macht, wenn man zu lange konzentriert hinsieht. Und das tut man zwangsläufig, weil es einfach sehr schön ist und man gar nicht wegsehen mag!

Aber irgendwann sind wir dann doch gegangen, um uns im Hotel ein wenig trockenzulegen. Und natürlich, um den Blick von unserem Zimmer aus zu genießen.

Abends sind wir dann nochmal vor die Tür gegangen, um das Feuerwerk über der amerikanischen Seite anzusehen. Und es war echt eine schöne Atmosphäre – überall Menschen, aus den Bars hörte man Livemusik- einfach mal etwas Nachtleben! Nach dem Feuerwerk haben wir uns dann direkt gegenüber unseres Hotels auf eine Mauer gesetzt und einer Band zugehört, die ihr letztes Set des Abends spielte.

Jetzt liegen wir auf dem Bett unserer Suite und betrachten das Farbspiel unseres Wasserfalls!

Läuft mal wieder! 🙂

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