Heute haben wir uns praktisch zum ersten Mal den Wecker gestellt- denn wir wollten auf keinen Fall unser erstes Hotelfrühstück verschlafen!
Um 08:15 Uhr saßen wir also in der Lobby unseres großartigen Hotels und genossen ein amerikatypisches Continental Breakfast mit Orangensaftkonzentrat! Großartig!!
Anschließend gingen wir zurück in unsere Suite, um den weiteren Tag zu planen. Ihr werdet vermutlich denken „Macht man sowas denn nicht vor der Reise?“ und ich sage dazu „Ja, grundsätzlich schon!“ – aber es ist schier unmöglich bei einem Roadtrip von solchen Ausmaßen, für jeden Ort einen komplett durchgeplanten Tagesablauf vorzubereiten. Die generelle Planung hat ja bereits Wochen in Anspruch genommen! Außerdem nimmt einem die Planung am Morgen ein wenig das Tempo aus der Reise und man geht den Tag deutlich entspannter an.
Doch zurück zur heutigen Planung. Wir saßen also in unserer Suite und überlegten, was wir denn alles von Pittsburgh sehen wollen, als Nadine der Sinn nach einem köstlichen Dr. Pepper stand.
An dieser Stelle möchte ich einwerfen, dass ich in der vergangenen Nacht um 4.15 Uhr von einem unerklärlichen Geräusch aus dem Schlaf gerissen wurde, das sich irgendwie anhörte, als ramme man seinen Einkaufswagen mit voller Wucht in die Schlange der verbliebenen Einkaufswagen beim Aldi (wahlweise auch Lidl, falls die Vorstellung für euch dadurch noch plakativer wird). Oh, hatte ich erwähnt, dass die Einkaufswagen dabei alle explodieren?!
Ich bin sogar aufgestanden und durch die komplette Suite getapert, konnte aber nichts feststellen, was dieses Geräusch in irgendeiner Form erklärte. „Schlecht geträumt“ dachte ich mir und ging wieder zu Bett….
Doch als Nadine nun das Gefrierfach unseres Kühlschranks öffnete, entfleuchte ihr ein ziemlich deutliches „Oh, Kacke!“.
Praxistipp an dieser Stelle: wenn man vier Dosen Dr. Pepper ins Eisfach legt, damit sie schneller kalt werden, werden sie auch schneller kalt und man sollte sie wieder rausnehmen, bevor man zu Bett geht! Macht man dies nicht,…..
Bei der Reinigung dieses Massakers kam mir als Pulp Fiction – Fan zwangsläufig die Szene der „Bonnie Situation“ ins Gedächtnis, in der Jules und Vincent das Auto nach einem Zwischenfall mit einer versehentlich losgegangenen Pistole reinigen müssen….
Etwa 30 Minuten später hatten Eisfach und das nähere Umfeld dann wieder die ursprüngliche Sauberkeit wiedererlangt und wir konnten mit der Planung des Tages fortfahren.
Da für uns lediglich die Duquesne Incline und der Grandview Overlook auf dem Sehenswürdigkeiten-Zettel landeten, beschlossen wir, das Auto auf dem Parkplatz eben dieser sogenannten Standseilbahn zu parken und den Rest der Stadt zu Fuß zu erkunden.
Von der oberen Plattform der Incline hat man eine wirklich tolle Aussicht auf die Stadt Pittsburgh, denn genau auf dieser Höhe treffen der Allegheny River und der Monongahela River aufeinander und vereinen sich zum Ohio River.
Anschließend ging es dann zu Fuß über die Fort Pitt Bridge, eine der unzähligen Brücken Pittsburghs und dann in den Point State Park.
An dieser Stelle begann im Jahr 1754 der Bau des Fort Duquesne, das im späteren Verlauf in Fort Pitt umbenannt wurde. Die um das Dorf entstandene Siedlung wurde Pittsburgh getauft und entwickelte sich schnell zu einer Großstadt.
Das Fort selbst verlor an militärischer Bedeutung und wurde abgebrochen. Heute befindet sich an der Position der ursprünglichen Befestigungsmauern eine in den Boden eingelassene Felsquaderlinie, um an das Fort zu erinnern.
Nach einer ausgiebigen Runde durch das angrenzende Stadtzentrum Pittsburghs machten wir uns am späten Nachmittag auf den Weg ins Hotel, um einen entspannten Abend zu verleben. Man kann ja nicht immer nur Input kriegen 🙂
Morgen geht die Reise weiter nach Mansfield, in dessen Nähe sich der Drehort eines äußerst bekannten Films befindet.
















