08. Mai: Hershey

Heute war ein ganz besonderer Tag, den ich bereits seit Wochen ausführlich geplant hatte: es war Nadines Geburtstag. Und deshalb ging es heute ins schöne Hershey.
Dem Kenner amerikanischer Süßigkeiten wird der Name „Hershey“ ein Begriff sein, für alle anderen erkläre ich hier in aller Kürze, was es damit auf sich hat: Die Firma Hershey ist –einfach ausgedrückt- das amerikanische Pendant zu europäischen Firmen wie Ferrero, Nestlé oder Kraft. Sprich: viele großen Marken wie Reese‘s, MilkDuds, KitKat, Twizzlers und natürlich die Marke Hershey’s selbst werden von Hershey produziert.

Und da Nadine und ich große Fans dieser Leckereien sind, war Nadines Geburtstag ein perfekter Anlass für einen Besuch der Hershey Chocolate World. Diese wurde gebaut, um der wachsenden Anzahl von Besuchern Herr zu werden, die an einer Fabrikführung teilnehmen wollten.

Gebucht hatte ich im Vorfeld das Rundum-Sorglos-Paket, bestehend aus einer Show mit Schokoladenverkostung, einem 4D Chocolate Movie, einer rund 90minütigen Rundfahrt durch den Ort Hershey und zum Abschluss dem „Create your own Candybar“ – Vergnügen.

Dazwischen war dann noch genug Zeit für Mittagessen, Merchandise-Shopping und der Hershey’s Chocolate Tour- einem Fahrgeschäft im Stil einer Disney-Attraktion, das den Besuchern den Prozess der Schokoladeherstellung näher bringen soll- inklusive singender Kühe!

Es war ein wirklich herausragend schöner Tag- und zum ersten Mal seit unserer Ankunft lächelte die Sonne uns am strahlend blauen Himmel zu.

Besonders beeindruckend war überraschenderweise die Stadtrundfahrt, denn durch unseren überragenden Tourguide erfuhren wir nicht nur, dass Milton Hershey ein erfolgreicher Geschäftsmann war- es stellte sich heraus, dass Hershey ebenfalls ein äußerst sozial engagierter Mensch war, der seinen Arbeitern zum Selbstkostenpreis Wohnhäuser baute, eines der renommiertesten Gesundheitszentren der USA mit mehreren Krankenhäusern in Hershey errichtete und mehrere Schulen gründete, in denen ausschließlich sozial benachteiligte Kinder kostenlos Zugang zu einer herausragenden Schulbildung erhalten.

Tatsächlich ist insbesondere das Konzept der schulischen Förderung mehr als beeindruckend und würde den Rahmen dieses Tagebuchs vermutlich sprengen, aber es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass jedem Schüler der Weg sogar bis zum bezahlten Collegeabschluss offensteht, wenn er sich nur richtig ins Zeug legt! Um dies zu gewährleisten hat Milton Hershey einen großen Teil seines Vermögens seiner Schulstiftung vererbt.

Nach der Stadtrundfahrt waren sowohl Nadine als auch ich jedenfalls nicht mehr nur Fans der Schokolade „Hershey“, wir waren auch beeindruckt von der Person Milton Hersheys!  

Zum Abschluss des Tages durften wir uns noch eine eigene Schokoladentafel kreieren. Am Touchscreen konnte man festlegen, was in der Tafel sein sollte, konnte die Art der Schokolade bestimmen und hinterher sogar eine eigene Verpackung designen. Und dann konnte man am Fließband zusehen, wie die eigene Tafel entsteht. Echt toll!

Mit insgesamt VIER Tüten aus dem Fanstore und ganz viel Schokolade verließen wir die Hershey Chocolate World, statteten aber aufgrund des tollen Wetters der Stadt Hershey selbst noch einen kleinen Besuch ab, um eine Runde spazieren zu gehen.

Hershey ist ein perfektes Beispiel dafür, wie schön und gepflegt eine Stadt sein kann, wenn ein großer Konzern hinter der Stadt steht und sich für die Entwicklung der Stadt einsetzt: keinerlei Müll auf den Straßen, keine Graffitis an den Wänden, kostenloses Parken im Stadtzentrum und als niedliche Besonderheit: Straßenlaternen in Form von Hershey’s Kisses….

Hershey ist tatsächlich ein traumhaft schönes  Musterbeispiel der idealen Kleinstadt, in der wir uns direkt niederlassen würden!

… aber vorher geht es morgen erstmal zu den Amish!

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