12. Juni: Bellingham

So, nachdem wir gestern den absoluten Mega-Erholungstag genossen haben, machten wir uns heute auf den Weg, einen neuen Stempel in unserem Reisepass zu sammeln: es ging über die kanadische Grenze Richtung Vancouver. Bei der Verabschiedung aus unserem Bed & Breakfast erzählte uns die Besitzerin noch, dass sie es sehr bedauert, dass ihr Koch nicht da sein konnte aufgrund einer Operation – der hätte sich sehr gefreut, denn er sei ausgewanderter Kölner und freut sich immer, wenn Deutsche zur Besuche seien. Schade, hätten ihm gern das ein oder andere aus der Heimat erzählt – auf diesem Wege dann auch nochmal Gute Besserung! 🙂

Gegen 11:00 Uhr war es dann soweit. Der Grenzübergang dauerte nur einige Sekunden – Deutsche Zweitagetouristen sind offensichtlich recht unauffällig, da fiel die Kontrolle entsprechend entspannt aus.

Nur wenige Minuten später waren wir auch schon bei unserem ersten geplanten Zwischenstopp des Tages: wir hielten an einem der Drehorte der Serie „Smallville“: der Farm der Familie Kent – hierbei handelte es sich nämlich nicht um eine Filmkulisse, sondern um eine echte Farm, die die Produktionsfirma für die Dreharbeiten von den Besitzern einfach komplett gemietet hatte- auch die Innenaufnahmen wurden in z.B. der „normalen“ Küche der Besitzer gedreht.
Wir hätten natürlich gern mal bei den Eigentümern geklingelt, aber aus Gründen des Anstands haben wir es nicht getan – irgendwann ist ja auch mal gut und man möchte nicht jeden Tag von irgendwelchen Serienfans in seinem Privatleben gestört werden. Also begnügten wir uns mit einem kleinen Spaziergang um das Grundstück und einigen Distanzfotos von der Farm.

Da Produktionsfirmen ungern weite Wege auf sich nehmen, war ein anderer Smallville-Drehort praktischerweise nur wenige Kilometer entfernt: Das „Talon-Café“ von Lana Lang gehört inzwischen irgendeinem Kirchenverein und wurde auch „leider“ im Zuge einer Sanierung äußerlich verändert, aber man kann trotzdem noch ein wenig erkennen, wie es in der Serie ausgesehen hat. Nach einem kurzen Beinevertreten und Besuch des angrenzenden Trödelladens (ihr wisst ja: wir können nicht anders), ging es auch schon weiter zu einem Programmpunkt, auf den ICH mich ganz besonders gefreut habe:

 

Als großer Fan der Serie „Once Upon a Time“ besuchten wir Steveston, einen Vorort von Vancouver – oder auch besser bekannt als das verschlafene Örtchen „Storybrooke“, an den die böse Hexe Regina alle Wesen des Märchenwaldes durch einen Fluch in unsere Welt gebracht hat. Die Serienmacher haben es sich sehr einfach gemacht und das wirklich schöne Hafenviertel nahezu 1:1 übernommen und lediglich die Namen der Geschäfte angepasst. Gut, WENN man schon ein malerisches Kleinstädtchen hat, warum dann noch groß was ändern?! 🙂

Und obwohl Nadine der Serie seinerzeit nicht so viel abgewinnen konnte, hat es uns beiden tatsächlich sehr viel Spaß gemacht, hier einige Stunden zu verbringen – wir waren u.a. im „Mr. Gold – Pawnbroker“-Antiquitätengeschäft (wenn man unsere aktuellen Aktivitäten betrachtet doppelt witzig: jetzt waren wir sogar in einem nicht existenten, fiktiven Trödelladen! 😀 ) und vor Granny’s Diner, das aber leider heute unerwartet geschlossen hatte.
Natürlich haben wir auch das ein oder andere kleine Souvenir geshoppt und im angrenzenden Candystore ein wenig genascht und mit der netten Besitzerin über die Serie geplaudert. Nett!

In Vancouver checkten wir dann in unserem Hotel ein und machten uns dann quasi direkt auf den Weg, das Umfeld zu erkunden. Gut, eigentlich sind wir nur rausgegangen, um uns eine Pizza im nahe gelegenen 7-Eleven zu holen. Das wollten wir eigentlich schon am ersten Tag unserer Reise machen, es hat aber bisher nie gepasst- JETZT SCHON!
Mit der Pizza in der Hand ging es dann zurück zum Hotel, wo wir uns zu einer Folge „The Big Bang Theory“ den lukullischen Genüssen hingaben.

Morgen werden wir dann großzügig die Stadt erkunden- Vancouver soll ja auch eine der schönsten Städte der Welt sein. Das gilt es jetzt herauszufinden! 🙂

 

 

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