Heute Morgen setzt sich der schlechte Grundeindruck des RYAN-Hotels auch beim irgendwie nicht vorhandenen Frühstück fort. Gut, dass wir noch unsere Vorräte hatten. Nach dem Verladen unserer Sachen in den Jeep gingen wir noch etwas im schönen Wallace spazieren und statteten auch dem örtlichen Museum einen Kurzbesuch ab.
Anschließend fuhren wir zu einer weiteren Dantes Peak – Filmlocation (lag günstigerweise auf dem Weg) und machten auch hier ein paar Fotos und das ein oder andere Video.
Auf dem weiteren Weg nach Spokane wollten wir noch einen Abstecher zu einem der schönsten Seen der Welt machen, dem Coeur d’Alene Lake. Als wir uns unserem Ziel näherten , entdeckte Nadine einen Hinweis auf einen „Scenic Byway“ – also eine schönere Route entlang des Sees, anstelle der langweiligen Interstate (quasi Autobahn).
Gesagt getan, an der nächsten Ausfahrt ging es raus und schon waren wir an einer malerischen Uferstrecke, die uns sogar bis sehr hoch in die angrenzenden Berge mit toller Aussicht über den See brachte.
Unglücklicherweise kamen dann allerdings zwei dumme Dinge zusammen: Der Byway, der kein richtiger war (sondern eine One-Way-Strecke) – und das miserable Navi unseres Autos, dass uns zweimal in irgendwelche Schotterwege schicken wollte und letztendlich einen fast 80km großen Umweg fahren ließ, statt einfach mal einen Kommentar loszulassen a lá „Bitte wenden“.
Das war schon echt ärgerlich – und der Wechsel auf Google Maps war nicht möglich, da in diesem Landstrich natürlich auch kein Netz vorhanden ist. Ein Träumchen!
Aber irgendwann kamen wir dann doch in Spokane an – aber: zunächst war es mal wieder Zeit, ein wenig auf Trödeljagd zu gehen. Nadine hatte in einer der Touristenzeitschriften (geile Sache, die liegen hier wirklich überall zur kostenlosen Mitnahme aus und man kann sich an Ort A schon über Ort B und die dortigen Möglichkeiten informieren!) eine Trödel-Mall gefunden. An der Adresse angekommen fanden wir ein ehemaliges Zweifamilienhaus vor, das vollständig zu einem Trödelladen umgebaut worden war. Das Konzept hinter solchen Läden ist wirklich großartig und findet inzwischen auch in Deutschland seine Anhänger: Die Läden stellen einzelne Bereiche zur Verfügung, die man mieten und mit seinem Kram befüllen kann. So ist jeder Bereich eine Fundgrube und man muss tatsächlich alles genau nach kleinen Schätzen durchforsten.
Insbesondere EIN Schatz hatte es Nadine und mir angetan – er war silbergrau, flauschig, unglaublich anhänglich und kam ganz plötzlich aus einer Ecke angesprungen. Logisch, dass wir sofort wieder Freunde waren und sogar Nadine wurde bereitwillig in die Friendszone integriert. Fortan wurden wir bei unserem weiteren Streifzug in jedem Raum von vier Samtpfoten begleitet. Dumm nur, dass wir sie dann irgendwann an der Eingangstür zurücklassen mussten.
Ein wirklich schöner Laden – aber noch schöner war, dass er nicht der einzige in dieser Straße war: insgesamt SIEBEN Geschäfte dieser Art erhielten von uns Besuch – das hat echt Spaß gemacht! Zu Abschluss ging es dann noch in einen Collectors Toy Store, also einen Laden, in dem ausschließlich Sammlerstücke und Spielzeuge aus den vergangenen Jahrzehnten verkauft werden. Und es ist schier unglaublich, WIE VIELE Merchandisingprodukte es gibt – man kriegt eigentlich zu jedem Film oder jeder Serie irgendeine Sammlerpuppe, Modellauto, Brettspiel, usw. – Ein Sammlerparadies!
Die heutige Nacht verbringen wir im Montvale Hotel, das wieder deutlich eher unserem Geschmack entspricht! Allein das Badezimmer ist fast größer als unser komplettes Zimmer im RYAN Hotel. 🙂
Morgen werden wir noch einige der Sehenswürdigkeiten von Spokane besuchen, bevor wir uns wieder auf die Socken machen.


