04. Mai: Orlando

Nachdem wir, dank Zeitverschiebung, bereits um 08:00 Uhr mehr als ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf, um das „complimentary breakfast“ zu testen. Wie bei Inns üblich, belässt man es hier einfach bei Orangensaft und Muffins und ignoriert das restliche „Frühstücks-Buffet“, das mangels Geschmacksstoffen nicht wirklich toll ist.

Frühstück in amerikanischen Hotels kann man in der Regel auch nicht mit einem (sei es auch noch so spärlichen) Frühstück in deutschen Hotels vergleichen. Diese sind hier eher süß ausgelegt mit Toast, Marmelade, Waffeln oder den oben erwähnten Muffins. Brötchen, Wurst oder Käse sucht man da meistens vergeblich.

Für den Nachmittag standen dann lediglich „Krokodilegucken“ und „Vorrätekaufen“ an.

Also machten wir uns wenig später auf den Weg nach Kissimmee zu Boogy Creek Air Rides. Nachdem wir mit Lärmschutzkopfhörern versorgt waren, zeigte uns unser netter Airboat-Captain die heimische Flora und Fauna in einem der vielen Sumpfgebiete Floridas und konnte bei diversen Stopps mit interessanten Hintergrundinformationen zu Alligatoren und Vögeln glänzen. Nach etwa 45 Minuten kehrten wir zum Ausgangspunkt zurück und waren absolut begeistert. Anschließend nutzten wir noch das schöne Gelände für einen kurzen Spaziergang und einige Fotos.
Der Drift mit dem Airboat über das Wasser war eine sehr geniale Erfahrung und die Sümpfe muss man auf jeden Fall einmal gesehen haben – wir waren jedenfalls sehr fasziniert von diesen für uns neuen Eindrücken, denn vergleichbare Landschaften sind in Deutschland ja eher spärlich gesät (Tendenz: 0.0) !
Lediglich unsere ständigen Begleiter waren bei diesem Ausflug –nennen wir es mal- aufdringlich: riiiiieeeesige Schwärme sogenannter „Lovebugs“, die ihren Namen der Tatsache verdanken, dass sie fast immer als Paar verbunden durch die Gegend fliegen. Die tun einem, soweit ich weiß, zwar nichts – aber schön ist es trotzdem nicht, wenn einen ständig ein im Liebestaumel befindliches Lovebug-Pärchen als Landeplatz missbraucht. Unser Auto sah jedenfalls bereits nach wenigen Kilometern aus WIE SAU und war übersät mit Leichen.

Auf dem Rückweg übernahm Nadine das Steuer, um sich für die weitere Reise langsam an die Dimensionen unseres dezenten Gefährts zu gewöhnen. Ich nutzte die Gelegenheit, um natürlich ein wenig zu fotografieren.

Wieder im Hotel angekommen, verspeisten wir erstmal die Reste der Pizza vom Vortag. Anschließend fuhren wir rüber zu Walmart und deckten uns mit Getränken und ein paar Basics ein. Verkaufsverbot am Sonntag? – zum Glück nicht hier! Es war wie damals zur Zeit der WM2006… suuuper!

Da der Tag sich dann auch schon wieder dem dem Ende näherte, ging es wieder zurück ins Hotel und wir genossen einen ruhigen Abend.

Morgen früh verlassen wir dann Orlando, besuchen das Kennedy Space Center in Cape Canaveral und fahren weiter Richtung Daytona Beach. Aber davon dann später mehr.

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